„Dein Glaube hat dir geholfen“

Liebe Schwestern und Brüder im Herrn,

Der Autor des Lukasevangeliums erzählt uns am 4. Adventssonntag von der Begegnung zweier Frauen – Maria und Elisabeth. In keinem anderen Evangelium gibt es eine Parallele zu dieser Textstelle. Sie gehört zum lukanischen Sondergut. Zu Beginn seiner Erzählung sind es Frauen, die sich auf dem Weg im Glauben machen. Beide Frauen sind – wie der Autor uns erzählt- auf wunderbare Weise schwanger geworden. Gott hat seine Hände im Spiel. Maria macht sich auf zu Elisabeth, der Ehefrau des Zacharias. Geisterfüllt spricht Elisabeth: „Gott hat dich unter allen Frauen ausgezeichnet, dich und dein Kind. Wer bin ich, dass mich die Mutter meines Herrn besucht? In dem Augenblick als ich deinen Gruß hörte, bewegte sich das Kind vor Freude in meinem Bauch. Du darfst dich freuen, weil du geglaubt hast, dass die Botschaft, die Gott dir sagen ließ, in Erfüllung geht.“

Hinter diesem Satz steht die Erfahrung, die sich durch die Evangelien zieht – „Dein Glaube hat dir geholfen“. Nicht eigene Stärke und menschliches Tun wird in der Bibel gepriesen, sondern wie hier das Vertrauen in Gott und die Entscheidung sich auf Gott einzulassen.

„Dein Glaube hat dir geholfen“ – ist das für uns auch heute noch aktuell?

Haben wir das Vertrauen in Gott, können wir uns auf ihn einlassen und uns auf den Weg machen wie Maria?

Lasst uns gemeinsam in aller Zuversicht mit all unseren Ängsten, Sorgen und Nöten uns auf den Weg machen zur Geburt unseres Herrn.

Klaus Reinecke, Diakon

Auszug aus dem Wochenbrief Nr.46

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