Der Advent ist im vollen Gang

Gemessen an der Lichterflut, die seit Ende November die Vorgärten und Häuser meiner Nachbarschaft erhellt, wage ich zu sagen: Der Advent ist im vollen Gang. Im Fernsehen werden kitschige Weihnachtsfilme gezeigt, an den Anblick von Lebkuchen haben wir uns schon seit Mitte August gewöhnt. Wir machen uns Gedanken, wie wir in diesem Jahr Weihnachten feiern können, wem wir was schenken können und wie wir so dekorieren können, dass uns die häusliche Stube darüber trösten kann, dass Weihnachtsfeiern und vieles andere in gewohnter Weise möglicherweise nicht stattfinden können. Wir alle haben Rituale entwickelt, die für uns eng verknüpft sind mit dem Weihnachtsfest. Dinge, die uns gut tun, Dinge, die uns freuen.
Was aber wäre, wenn wir im Advent diesen Ritualen etwas hinzufügen? Für jedes Stück Dekoration, das wir aufstellen oder aufhängen, ein Gebet, einen Gedanke hinzufügen, dass nicht nur unser Haus, sondern die Welt schöner und glanzvoller werden möge?
Jeder Kerze, die wir anzünden, den Wunsch hinzufügen, dass es auch im Leben von Menschen hell werden möge, die zurzeit schwere, dunkle Zeiten erleben?
Für jedes Türchen, das wir am Adventkalender öffnen, auch einem anderen etwas Gutes tun – z.B. eine Nachricht schreiben oder einen Anruf tätigen.
Was wäre wenn… die Zeit des Adventes so tatsächlich eine Zeit würde, in der wir uns nicht nur auf schöne Familienfeiern, und Gemütlichkeit einstellen, sondern unser Herz ganz bewusst öffnen für die Gerechtigkeit und den Frieden Gottes, der uns mit der Menschwerdung Gottes verheißen wird? Wenn wir den Advent nutzten, um in uns die Sehnsucht zu nähren, nach dem, was Gott uns mit der Geburt seines Sohnes verspricht: Grund zur Hoffnung.

Was wäre, wenn wir uns wirklich vorbereiteten auf die Ankunft – den Advent – Gottes mitten unter uns?

 

Ich wünsche Ihnen einen Advent, der geprägt ist von Hoffnung, Licht, Gerechtigkeit und Frieden!
Ihre Stephanie Dormann

Auszug aus dem Wochenbrief Nr.45

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