Ein Gott in drei Personen

 Liebe Schwestern, liebe Brüder, 

drei gleich eins, eins gleich drei. An diese mathematischen Formeln erinnere ich mich, um die Kernaussage des heutigen Dreifaltigkeitssonntags zu erklären, ihr nahe zu kommen: Ein Gott in drei Personen. Wie soll dieses Glaubensgeheimnis auch dem menschlichen Verstand einsichtig gemacht werden? Gott Vater, Gott Sohn Gott, Gott Heiliger Geist ist eine gläubige Aussage über Gott und sein Wirken in der Welt zum Wohle des Menschen, sie verweist auf die Vielfalt und nicht auf die Einfalt Gottes. 

Nicht mathematische Formeln und starre dogmatische Sätze können das Wesen Gottes definieren oder bringen Gott den Menschen näher. Gott nähert sich dem Menschen über das Leben, mit seinen Höhen und Tiefen, ja teilt auf vielfältiger Art Freude und Leid, Hoffnung und Verzweiflung der Menschen aller Kulturen und Hautfarben. 

Der Mensch ist eingeladen sich immer wieder auf die Suche nach Gott zu machen, zu erkennen, dass er im tiefsten Gottsucher ist. Durch diese Erkenntnis bleibt er offen für das oft überraschende Wirken Gottes in seinem Leben, im Zusammenleben mit denen, die ihn umgeben, in den Ereignissen unter den Völkern, in der Geschichte. Gott ist Gemeinschaft, die in Liebe zum Heil der Menschen wirkt in den Ereignissen auch des alltäglichen Lebens. 

Das Gott Gemeinschaft ist in Vielfalt ist der Mensch als Ebenbild Gottes eingeladen diese Gemeinschaft auch im eigenen Leben umzusetzen. Gemeinschaft wird in Beziehung gelebt, auch zu denen, die einem nicht unmittelbar sympathisch sind, auch zu denen, mit denen man unterschiedlicher Meinung ist, auch zu denen, die einem fremd sind. 

Dabei erfahren wir oft, dass dies uns einfordert und manchmal überfordert. Quelle aus der wir schöpfen können, um in diesem Geist zu leben, ist Gott selbst, er der Vater, der Sohn und der Heilige Geist. Sicherlich wird Gott immer ein Geheimnis für uns Menschen bleiben. Aber Sohn Jesus Christus spielt eine entscheidende Rolle um Zugang zum dreifaltigen Gott zu erlangen, dem Gott, der in liebevoller Gemeinschaft verbunden ist. 

Wir kommen Gott näher über Jesus und seine Botschaft vom Vater, mit dem er eins ist und dem Heiligen Geist, den er uns gesandt hat. 

Immer, wenn wir das Kreuzzeichen machen, erinnern wir uns daran. 

Ihnen allen wünsche ich einen gesegneten Sonntag und eine gute Woche. 

Mit herzlichem Gruß 
Bernd Klaschka 
Pfarrverwalter 

Auszug aus dem Wochenbrief Nr. 23 

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