Ein gutes Wort zur rechten Zeit

Liebe Gemeinde!

Kennen Sie das? Geht Ihnen das auch so, dass Sie manchmal regelrecht auf so ein Wort warten?
Das war klasse, wie Sie das gemacht haben…, Das hat mir so gut gefallen, wie Sie das geschafft haben…, Sie tun mir gut…
Worte, die doch jeder gerne hört.

Stellt sich für mich doch die Frage, warum sind wir oft so sparsam mit solchen Komplimenten? Warum sagen wir unserem Gegenüber nicht öfter mal ein gutes Wort?
Wie schnell sind wir dabei, wenn es um Kritik geht, die sicher auch sein darf, wenn sie berechtigt ist. Aber mit guten Worten sind wir oft sehr sparsam. Immer wieder merke ich im Krankenhausalltag, wie gut es Menschen tut, wenn sie eine Bestätigung bekommen, egal ob Arzt, Pflegepersonal, Patient oder Angehöriger. Jeder von uns hat es in der Hand, den nächsten das Leben etwas zu „versüßen“. Und wenn die Worte ankommen, dann bekommt man meistens auch noch ein Lächeln zurück, das einem selbst auch noch gut tut. Ein vielleicht manchmal unterschätzter Nebeneffekt.

Ich würde Sie gerne mal einladen das ganz bewusst in der nächsten Woche zu tun: Sagen Sie Ihrem Gegenüber ein gutes Wort, sprechen Sie ein Lob aus, wo es angebracht ist und verbreiten Sie eine positive Stimmung in Ihrem Umfeld.
Sie werden sehen, auch für Sie wird sich etwas verändern. Wenn man das ganz bewusst tut, dann fallen einem Dinge auf, auf die man sonst vielleicht gar nicht geachtet hätte. Eine positive Stimmung kann Ihr Leben verändern – und nicht nur Ihr Leben. Andere lassen sich davon anstecken, davon bin ich überzeugt.

Wir können auch im kleinen die Welt verändern. Nehmen wir die Situationen bewusst war, die uns dazu dienen und lassen Sie uns anfangen, das ist allemal besser, als ständig zu klagen.
Ich wünsche Ihnen, dass Sie das rechte Wort zur rechten Zeit finden und freue mich schon drauf, wenn auch mir einmal Ihr Wort gilt
Heinz Balke,
Krankenhausseelsorger im St. Bernhard-Hospital

Auszug aus dem Wochenbrief Nr. 3

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