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Gerechtigkeit

Liebe Geschwister im Glauben,

im Evangelium (Mt 5, 1,-12) begegnen uns die Seligpreisungen aus der Bergpredigt. Auf eins, möchte ich besonders blicken: Selig sind, die nach der Gerechtigkeit hungern und dürsten; denn sie sollen satt werden! Was ist denn eigentlich Gerechtigkeit? Sicherlich vielmehr, als das, was Gesetze und unser Rechtssystem betreffen. Gerechtigkeit kann man empfinden, Gesetze lesen.
Der heilige Paulus sagt im Brief an die Gemeinde in Philippi: „Nicht meine Gerechtigkeit will ich haben, die aus dem Gesetz kommt, sondern jene, die aus dem Glauben an Christus kommt, die Gerechtigkeit aus Gott aufgrund des Glaubens.“ Nun denke ich schon, dass ein Glaube an den Gott der Liebe, den Gott, der alle Menschen geschaffen hat und damit der Ursprung allen Lebens ist, von sich aus ein Gesetz enthält: Das der Liebe. Und Liebe zum Nächsten wiederum ist es, die einem Gläubigen Gerechtigkeit vom Ursprung an mitgibt. Eine Gerechtigkeit vom natürlichen Gesetz Gottes her. Umso verständlicher erscheint es mir, dass Liebesentzug und Hass uns ungerecht erscheinen dürfen. Ungerecht der Schöpfung gegenüber und unrechtlich dem Schöpfer gegenüber. Wir können, auf unterschiedliche Weise, mit kleinen und großen Gesten, Liebe in die Welt tragen. Anderen den Alltag erleichtern, statt ihr Geliebtseins-Empfinden zu bedrohen. Wenn wir nach Gerechtigkeit hungern und dürsten kommen wir niemals an der Liebe vorbei. Denn ohne sie ist nichts. Vielleicht nehmen wir sie in unserem Alltag mit dahin, wo sie für Gläubige hingehört: Zu Herzen.

Klaus Bruns – Pastoralreferent

Auszug aus dem Wochenbrief Nr. 04/2023

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