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Lasten loswerden

Liebe Gemeinde!

An Lasten herrscht kein Mangel – also muss der Lastwagen, der diese Lasten mitnimmt, ganz schön groß sein. Ich überlege, was ich als erstes loswerden möchte. Ich fange mit den großen Lasten an und werfe den Krieg, den Klimawandel, die Energiekrise und sämtliche Auswüchse von Machtgebaren hinein. Und dann kommen die kleinen, persönlichen Lasten: die Last der Verantwortung, die Angst und Sorge um die, die mir lieb sind, die bedrückenden Gedanken, die sich immer wieder in meinen Alltag schleichen…

Er tut so gut, dieser Satz „Kommt alle zu mir, die ihr mühselig und beladen seid! Ich will euch erquicken… und ihr werdet Ruhe finden für eure Seele.“ Beim mehrmaligen Lesen merke ich: Da steht gar nichts von ‚Lasten loswerden‘, ganz im Gegenteil scheint noch was dazuzukommen, wenn Jesus sagt: „Nehmt mein Joch auf euch und lernt von mir; denn ich bin gütig und von Herzen demütig…“ So mancher hat dieseAnsammlung von Forderungen, Geboten, Verboten und Erwartungen, die mit der Lehre des Christentums einherging, schmerzhaft erfahren. Wenn das kein drückendes Joch ist!

Das Christentum – eine Religion der Mühseligen und Beladenen! Ich kann das mit Verachtung in der Stimme sagen. Ich kann aber auch froh darüber sein, dass Jesus nicht die ewig Erfolgreichen, die Perfekten und Gewinner in seine Nähe ruft, sondern die Bedrückten, Gekrümmten und bekümmerten Schwarzseher*innen, um ihnen Ruhe zu verschaffen. Und zu zeigen, wie er mit der Last seines Lebens umgegangen ist. Unsere Lasten werden deswegen nicht verschwinden. Aber vielleicht ein wenig leichter zu tragen sein.

Gertrud Sivalingam, Pastoralreferentin

Auszug aus dem Wochenbrief Nr. 27-28

Seelsorgetelefon

Durch ein unvorhersehbares erschütterndes Erlebnis werden Menschen aus ihrer normalen Lebenswelt herausgerissen. Die Notfallseelsorge St. Josef ist hier eine Unterstützung für Menschen in akuten Notsituationen. Dieses Angebot steht allen Hilfe Suchenden kostenfrei zur Verfügung.

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