Suche
Close this search box.

Segen ist der Zuspruch Gottes

Liebe Gemeinde,

immer wieder kommt es vor, dass Menschen um einen Segen bitten, weil Sie sich Kraft daraus erhoffen, um eine schöne oder eine auch nicht so schöne Situation im Leben damit zu begleiten. Ich persönlich freue mich immer sehr, wenn ich darum gebeten werde. Oftmals schaut man dann in strahlende Augen und man erlebt einen ganz innigen, persönlichen Moment, an dem man Anteil nehmen darf. Das ist auch etwas, was meinen Beruf als Seelsorger so besonders macht. Am Anfang meiner beruflichen Karriere gab man dann eben einen Segen. Inzwischen habe ich aber gelernt, dass Segen nicht gleich Segen ist. Segen muss zur Situation passen. Muss den Menschen mit hineinnehmen, muss ausdrücken, was er bewirken soll. Nur dann ist ein persönlicher Segen wirklich persönlich. Und genau das ist doch das Tolle, wir haben die Möglichkeiten, für alle Gelegenheiten den richtigen Segen zu finden und zu geben. Den Segen in der Krankheit, in der Traurigkeit, in der neuen oder abgeschlossenen Lebensphase oder auch den Segen, der mich ganz persönlich in meinem Anliegen stärken soll. Das heißt persönlicher Segen ist an den Namen jedes Einzelnen gebunden, er ist individuell und passt genau in den Augenblick. Besonders deutlich wird das, wenn es um Taufe, Ehe oder auch das Sterben geht.
Segen ist der Zuspruch Gottes mit uns Menschen den Weg zu gehen und an unserer Seite zu stehen. Und selbst Menschen, die von sich behaupten, eigentlich nicht gläubig zu sein, entdecken für sich dort oft einen Augenblich der Stärkung und des Bewusstwerdens der Situation.
So möchte ich Sie einladen, wann immer Sie die Gelegenheit haben, lassen Sie sich segnen, tun Sie sich selbst etwas Gutes damit und fragen Sie ruhig auch danach, was für Sie in der jeweiligen Situation der richtige Segen sein könnte. Und übrigens: Segnen können nicht nur Geistliche, sondern jeder von uns kann Gottes Segen an die Menschen weitergeben.
So wünsche ich Ihnen allen Gottes Segen und eine gute Woche

Heinz Balke, Diakon im St. Bernhard-Hospital

Auszug aus dem Wochenbrief Nr. 36

Seelsorgetelefon

Durch ein unvorhersehbares erschütterndes Erlebnis werden Menschen aus ihrer normalen Lebenswelt herausgerissen. Die Notfallseelsorge St. Josef ist hier eine Unterstützung für Menschen in akuten Notsituationen. Dieses Angebot steht allen Hilfe Suchenden kostenfrei zur Verfügung.

oder unter 02842 7080​

Sie erreichen die Pforte des St. Bernhard-Hospitals, die Sie an den zuständigen Seelsorger weiterleitet.