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Ostern – Eine Beziehung zu Gott aufbauen

Liebe Leser:innen,

liebe Schwestern und Brüder,

es war während meiner Exerzitien in Nütschau. Auf einmal war es da, dieses Gefühl von Frühling. Die Sonne wärmte leicht, die Vögel zwitscherten und die Gewissheit war da: Der Frühling kommt!

Liebe Schwestern und Brüder,

ich habe mich darüber sehr gefreut. Und doch stellte ich in den folgenden Tagen fest, dass es gerade abends oder wenn ein frischer Wind wehte,
es dennoch sehr kühl, ja sogar kalt war. Manche Dinge brauchen eben,
bis sie vollkommen da sind.

Vielleicht ist dies mit Ostern ganz ähnlich. Jahr für Jahr feiern wir dieses bedeutendste Fest der Christenheit. Und dennoch umgibt uns oft Kälte oder sogar Tod. Ostern ist nicht sofort, Ostererfahrungen sind nichts, was sich immer durchträgt. Ostern ist eine Herausforderung.

Mich hat es sehr nachdenklich gemacht, was unser Bischof Felix auf der Konferenz der Pfarreileitungen erzählt hat. Er nahm Bezug auf
die „KMU-Studie“ der EKD. Kurz gesagt: Der Glaube an einen personalen Gott nimmt ab. Für viele Menschen ist der Glaube an eine höhere Macht oder ein Prinzip näher. Und wen wundert dies in einer Zeit der Individualisierung?

Vor Jahren hat mein geistlicher Begleiter mich gefragt, ob ich denn
„zu einem Prinzip“ beten könnte? Diese Frage hat mich sehr nachdenklich gemacht und mein Gottesbild (ich war damals Anfang zwanzig) sehr geprägt. Mir ist der Glaube an einen personalen Gott, ein Gegenüber sehr kostbar geworden. Es ist ein Glaube, den ich in keinem Fall missen möchte. Aber es ist ein Glaube, der etwas voraussetzt: Beziehungsarbeit! Wenn ich keine Beziehung zu diesem Gott aufbaue, kann nichts entstehen – ganz wie bei unseren menschlichen Beziehungen. Daher freue ich mich in diesem Jahr, dass wir zu Ostern Texte aus dem Markusevangelium hören. Denn in diesem Evangelium geht es genau darum: Eine Beziehung zu diesem Gott aufzubauen. Immer wieder! Bei allem, was vielleicht kühl, ja sogar tot ist; bei allem, was uns erschrecken lässt in dieser Welt, immer wieder mit diesem Gott auf dem Weg zu sein.

Mir ist dies in den letzten Jahren sehr kostbar geworden und so wünsche ich Ihnen frohe und gesegnete Ostern!

Ihr

Joachim Brune, Pfarrer

Auszug aus dem Wochenbrief Nr. 14.2024

Seelsorgetelefon

Durch ein unvorhersehbares erschütterndes Erlebnis werden Menschen aus ihrer normalen Lebenswelt herausgerissen. Die Notfallseelsorge St. Josef ist hier eine Unterstützung für Menschen in akuten Notsituationen. Dieses Angebot steht allen Hilfe Suchenden kostenfrei zur Verfügung.

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