Gehen, Sehen, Hören

Gehen, den Weg mit ihm, auf Augenhöhe.

Sehen, was war und ist mit seinem Blick.

Hören auf ihn, seinen Takt und Schritt.

Sein so wie er: halt ich da mit?

Jesus lädt uns ein, uns in seinem Namen groß zu machen. Im Volksmund heißt es: „gib einem Menschen Macht und es offenbart sich sein Charakter“. Im heutigen Evangelium (MK 10,35-45) hören wir sehr deutlich: Jesus nutzt die Macht, die er über seine Jünger durchaus hat, um sie ihm gleich zu machen. Im Angebot des Kelchs und der Taufe, die auch er empfangen hat. Er will Vorbild sein und eben nicht den üblichen Herrschaftsformen entsprechen. Denken wir nur an die Hierarchien der Römer, die über das Israel zur Zeit Jesu herrschen. Die Könige, die zur Zeit Jesu durch ihre Macht Menschen Plätze und (Gesellschafts-)Rollen zuwiesen. Und der Menschensohn Jesus Christus? Er kommt, um zu dienen und damit erst gar nicht in die Machtspirale der Unterdrückung einzutauchen. Der Begriff kommt vom Verb machen, denn jemand mit Macht kann mehr tun also jemand ohne. Jesus hingegeben gibt diese Befähigung weiter an uns. Und von diesem großen Dienst zehren wir noch heute.

Ein schönes Wochenende,

Klaus Bruns, Pastoralreferent

Auszug aus dem Wochenbrief Nr. 37

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