Ich bin der, Ich bin da!

Liebe Gemeinde!

Eine der wichtigsten Geschichten für das Volk Israel ist die Befreiung aus Ägypten. Befreiung ist das wichtigste Wort. Darauf kommt es an. Und die beginnt mit der Erscheinung Gottes im brennenden Dornbusch. Der Mensch muss aufpassen, wenn es um die Erscheinung Gottes geht.  Das Einfache wählt Gott aus, um sich bei Mose Gehör zu verschaffen.  Die unscheinbare Wüstenpflanze verweist auf das Wertlose, das vom Menschen leicht übersehen wird.  Das Gewöhnliche, der Wüstenstrauch, den es doch tausendfach gibt, wählt Gott zum Offenbarungsort.  Das Gewöhnliche, nicht das Besondere. Befreiung durch Gott beginnt im Gewöhnlichen! Gott will der Unterdrückung ein Ende machen: Der Unterdrückung durch die Ägypter. Der bedrückenden Erkenntnis des Todes bei den Menschen. Befreiung ist sein Anliegen! Er will wie für das Volk Israel unsere Befreiung aus dem vielen, was uns bedrückt, wie der Krieg und die Pandemie. Deshalb sucht er unsere Nähe. Deshalb nennt er Mose seinen Namen.

Ich bin der, Ich bin da! Er ist für uns da. Er ist uns nicht fern. Er sucht unsere Nähe Und geht mit uns durch jeden Tag. Sein Anliegen ist Befreiung. Er will uns befreien durch sein Nähe, durch unser Vertrauen, dass es keine Stunde unseres Lebens gibt, da nicht Gott für uns da ist. Deshalb widerspricht Jesus im Evangelium dem Denken vieler seiner Zeitgenossen. Sie dachten: „Wer durch eine Katastrophe umkommt, wird dadurch von Gott gestraft.“ Dem widerspricht Jesus, weil er lebt aus dem Bewusstsein, dass Gott immer da ist in unserem Leben.  Dass Gott wie ein guter Weingärtner sich jeden Tag sorgt um die Seinen.

Gott fängt all jene auf, die durch solch eine Katastrohe ihr Leben verlieren.  Er gibt nach solch einem sinnlosen Ende, ihrem Leben einen Sinn durch ein Leben bei Gott, das ewig währt. Gott ist der gute Weingärtner, der das ewig währt. Gott ist der gute Weingärtner, der aussät in uns das Wort des Evangeliums, damit es Früchte trägt, in unserem Leben. In unserem Leben, in dem Gott immer für uns da ist Amen.

Ihr Pater Prakash Francis

Auszug aus dem Wochenbrief Nr. 13

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