Rückhalt

Liebe Schwestern und Brüder im Glauben,

in der Lesung aus der Apostelgeschichte lesen wir, wie Paulus und Barnabas reisen, um die Seelen der Jünger zu stärken. Sie betreiben Seelsorge. Sprechen ihnen Mut zu, damit sie am Glauben festhalten. Paulus ist nicht auf Abenteurerreisen gegangen, sondern reiste, um zu missionieren, sprich den Menschen den Hoffnungskern unseres Glaubens mitzuteilen. In der Gemeinde in Antiochien hatte er einen starken Rückhalt, auf den er zählen konnte. Ist es nicht das, was wir Menschen brauchen? Rückhalt. Eine Basis für unser Leben, Bestärkungen und das Vertrauen, dass wir auf dem richtigen Weg sind? Für uns ist Paulus der selbstverständliche Missionar. Doch wie selbstverständlich es wohl für ihn gewesen wäre, hätten ihm nicht Menschen den Rücken gestärkt für seine aufwendigen Reisen. Ihm durch ihre Seelsorge ermöglicht, die seine zu leben. Ich denke, dass wir das, was wir als selbstverständlich hinnehmen, immer wieder auch aus einer anderen Perspektive betrachten dürfen: was wäre, wenn uns das Selbstverständliche im Leben fehlt. Hat wirklich jeder das Glück, das zu empfangen, was wir täglich empfangen? Und regen wir uns nicht doch oft auch auf, ohne wahrzunehmen, wie viel wir haben? Ohne Paulus und Gefährten hätten wir wohl nie in dieser Weise von Christus erfahren. Und doch: Hinter ihren Namen stehen die vielen Ungenannten. Die, für die sie diese Botschaft verkündet haben. Eine Botschaft, für die wir noch heute dankbar sein dürfen. So wie es im Evangelium heißt: „Liebt einander! Wie ich euch geliebt habe, so sollt auch ihr einander lieben“ (Joh 13, 34). Wie wichtig es ist, diese Sätze in der Welt zu leben. Gerade jetzt.

Einen schönen Sonntag wünscht,

Klaus Bruns, Pastoralreferent

Auszug aus dem Wochenbrief Nr. 19

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