Seine Worte sind ein Navigationssystem

Liebe Gemeinde,
wir haben heutzutage technische Hilfsmittel. Brauchte man vor
20 Jahren noch eine dicke Kartensammlung im Auto, um das Ziel erreichen zu können, reicht es nun das Ziel im Smartphone einzutragen und den Anweisungen zu folgen. Praktisch sind die zeitaktuellen Stauwarnungen und die alternativen Routen, die direkt bereitgestellt werden, damit das Ziel möglichst schnell erreicht wird. Sicherlich haben viele diese Hilfen auf dem Weg in die Ferien und zurück genutzt. Natürlich hat so ein Smartphone einen unglaublichen Stellenwert in unserem Leben. Fast alle Kontakte findet man dort, fast alle Kommunikation findet dort statt und geht es verloren oder kaputt, sind wir schnell von der Welt abgeschnitten. Doch wie machen wir uns unabhängig?
Frei vom Druck, immer direkt antworten zu müssen. Frei vom Druck, etwas zu verpassen, wenn es mal nicht in unserer Hand ist? Ich finde es selbst unheimlich schwierig. Aber ich stehe nun sicher nicht mitten in der Nacht auf, um zu schauen, ob ich etwas verpasst habe. Und, wenn ich ganz ehrlich bin, verpasse ich meistens auch nicht viel, wenn ich das Smartphone mal ein paar Stunden beiseitelege. Ganz im Gegenteil. Ich nehme mich und mein Umfeld viel mehr wahr. Lasse mich im “Hier und Jetzt” nicht ablenken vom “Dort und Irgendwann und vielleicht.” Deshalb scheint mir der Weg Jesu immer wieder so wichtig. Denn wenn wir ihn einmal gefunden haben, finden wir ihn immer wieder. Er, der uns mit seinem Beispiel einen Fahrplan für unser Leben gegeben hat. Kommen uns in schlechten Phasen unseres Lebens seine alternativen Routen in den Sinn, auf die wir Vertrauen dürfen. Seine Worte sind nämlich ebenfalls ein Navigationssystem.
Eins für unser Leben. Eins das dann zu uns spricht, wenn wir es gerade dringend brauchen. Mit einer Akkulaufzeit, die meiner Meinung nach so nie wieder erreicht wird. Lassen wir uns auf ihn ein und auf vertrauen auf seine gute Führung in unserem Miteinander.

 
Ein schönes Wochenende,
Klaus Bruns, Pastoralreferent

Auszug aus dem Wochenbrief Nr. 33

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