September

Liebe Gemeinde!

wir haben den Monat September. Eigentlich bedeutet der Name, dass der September der siebte Monat sein müsste (früher begann das Jahr im röm. Kalender mit dem Monat März, so dass der September tatsächlich der siebte Monat war) und nicht der Neunte wie heute. Mit dem September beginnt auf der Nordhalbkugel der Herbst während auf der Südhabkugel der Frühling beginnt. Leben beginnt und Leben welkt … in diesen Prozess sind wir als Menschen hineingestellt.

Persönlich spricht mich in diesem Jahr der Weltkindertag und am 18. September der Caritas-Sonntag an. Die Coronapandemie hat gerade Kinder und Jugendliche, ja unser Sozialgefüge stark belastet. Der Krieg, die Inflation und die Energiekrise tun ihr Übriges. Tage wie der Weltkindertag oder der Caritas-Sonntag machen deutlich, dass wir Menschen gefordert sind, die anderen nicht zu vergessen; ja dass wir gefordert sind, alles was ist im Blick zu behalten. 

Dies meint im besten Sinne „katholisch“, was allumfassend bedeutet. Solche besonderen Tage in einem Monat erinnern mich daran, welche Verantwortung wir alle in unserem Leben mit seinen Höhen und Tiefen tragen. Wir können nicht stehenbleiben. Es geht immer weiter. Neue Perspektiven, Sichtweisen, Herausforderungen, Verluste, Niederlagen, Triumphe und so viel mehr macht unser Leben aus. Daher wünsche ich uns allen, dass wir dies nicht aus dem Blick verlieren. Ich wünsche uns, dass wir das, was wir als Wahrheit erkannt haben, festhalten, auch wenn wir vielleicht den Platz ein wenig verrücken müssen, wie beim Monat September von sieben auf neun, und dennoch daran festhalten, unsere Zeit mit allen Veränderungen gut zu gestalten.

Ihr

Joachim Brune, Pfarrer

Auszug aus dem Wochenbrief Nr. 36

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