Die Sakramente

Im dritten Kapitel der ,,Konstitution über die heilige Liturgie“ des 2. Vatikanischen Konzils heißt es u. a.:
Die Sakramente sind hin geordnet auf die Heiligung der Menschen. ,,Den Glauben setzen sie nicht nur voraus, sondern durch Wort und Ding nähren sie ihn auch, stärken ihn und zeigen ihn an; deshalb heißen sie Sakramente des Glaubens. Sie verleihen die Gnade, aber ihre Feier befähigt auch die Gläubigen in hohem Maße, diese Gnade mit Frucht zu empfangen, Gott recht zu verehren und die Liebe zu üben.“

Weihe

Im Gotteslob Nr. 570 – 604.2 werden die Sakramente vorgestellt. Die Initiationssakramente, die einführen in das Leben des Glaubens und der Kirche: die Feier der Taufe, der Firmung und der Eucharistie; die Heilungssakramente: die Feier der Versöhnung (Buße, Beichte) und der Krankensalbung; die Standessakramente: die Weihe und die Ehe, die ebenfalls in einer Feier gespendet werden.
Vor über fünfzig Jahren im Borromaeum in Münster, heute Bischöfliches Priesterseminar, ist mir aus einer Besinnung in Erinnerung geblieben, dass Elmar Klinger, Assistent bei Karl Rahner im Fach Dogmatik, später Professor in Würzburg, die beiden Sakramente Weihe und Ehe aufeinander bezogen hat. Sie ergänzen sich, indem sie sich von ihrem Stand her gegenseitig stützen, ermutigen und stärken in ihrem gemeinsamen Glauben an Jesus Christus. Alle Sakramente können nur gelebt werden im Glauben an die Verheißung des Reiches Gottes, so der Theologe Drewermann. Also auch die beiden Sakramente Weihe und Ehe. Diesem Glauben auf das Kommen des Reiches Gottes in Glaube, Hoffnung und Liebe gilt mein Bemühen in den fünfzig Jahren meines Dienstes als Priester.

Am 26. Juni 1971 spendete uns Bischof Heinrich Tenhumberg die Priesterweihe im Dom zu Münster. Am Sonntag, den 27. Juni um 11.00 Uhr in St. Josef, Kamp- Lintfort, und am Sonntag, den 4. Juli 2021 um 10.30 Uhr in St. Bonifatius, Moers-Asberg, feiern wir die Eucharistie in der Intention des Sakramentes der Weihe vor fünfzig Jahren.

Ich danke allen Wegbegleitern von Herzen.
Ich wünsche allen Gottes Segen.
Achim Klaschka

Auszug aus dem Wochenbrief Nr. 22

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