Advent und wieder Corona!

Liebe Gemeinde!

Advent und wieder Corona!

Wir hatten doch so gehofft, dass dieses Mal wieder alles anders wird. Wir endlich wieder zur Normalität zurückfinden. Dass wir Advent – und Weihnachtsmärkte besuchen können, uns mit lieben Menschen treffen können und so die Gemeinschaft endlich wieder erleben können, die uns so gefehlt hat. Und jetzt das…Nichts hat sich geändert, im Gegenteil, einige empfinden es sogar als noch schlimmer als die Jahre zuvor. Und es wird deutlich, dieses Corona ist hartnäckig und nicht so einfach zu bezwingen.

Aber was heißt das für uns?

Ich denke, wir müssen damit leben lernen, dass es Corona gibt. Wir brauchen Geduld und Verständnis für die schwierige Lage. Corona hat die Welt verändert, das kann wohl niemand leugnen. Aber offensichtlich sind nicht alle bereit, diese Veränderungen zu akzeptieren. Wir möchten zurück zu alten Gewohnheiten, möchten nicht eingeschränkt werden, möchten Dinge tun, so wie wir sie immer gewohnt waren. Fühlen uns beschnitten in unseren Rechten und kämpfen teilweise mit schlimmen Mitteln für unser angebliches Recht. Aber wie soll das Zusammenleben gelingen, wenn man nur an sich denkt, wenn eigene Interessen vor allem anderen geht. Die meisten Menschen sind vernünftig, sie erkennen, dass wir nur gemeinsam einen guten Weg finden, mit dem Virus zu leben.

Vielleicht ist es gerade unsere Aufgabe als Christen jetzt deutlich zu machen, wie wichtig es ist an einem Streng zu ziehen. Wie wichtig es ist, aufeinander zu achten, für den anderen da zu sein und auch das eigene Interesse mal hinten anstehen zu lassen. Ist das nicht genau die Botschaft Jesu Christi? Liebet einander! Geht gut miteinander um. Akzeptiert Euch, so wie Ihr seid!

Wir Christen haben eine Botschaft für gute und für schlechte Zeiten! Wenn sich auf diese Botschaft viele einlassen, dann können wir unsere Welt verändern im Sinne Jesu Christi, davon bin überzeugt! Ist das nicht eine gute Vorbereitung auf Weihnachten? Wir warten auf die Ankunft des Herrn und sind offen für alles was da kommt. Der Herr kommt anders als wir es uns vorstellen, seien wir offen dafür, in alle Richtungen!

Heinz Balke,

Krankenhausseelsorger im St. Bernhard-Hospital

Auszug aus dem Wochenbrief Nr. 44

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