Pfingsten!

Liebe Gemeinde!

Pfingsten! Ein Fest das sicher ein wenig an Wichtigkeit verloren hat, weil es in den letzten Jahren eigentlich immer mehr das Wochenende wurde, um einen kleinen Kurzurlaub zu verbringen. Damit also aus kirchlichen Aktivitäten eher hintenansteht. Wie das in diesem Jahr wird ist noch nicht so ganz klar. Viele hoffen wohl, dass es die Möglichkeit gibt an Pfingsten endlich mal wieder die vertraute Umgebung zu verlassen und sich außerhalb der eigenen 4 Wände zu erholen.

Pfingsten ist aber eben auch die Geburtsstunde unserer Kirche. Das heißt, wir feiern den Start einer Erfolgsgeschichte einer Gemeinschaft, die sich weltweit verbreitet hat und deren Ziel es ist eben auch Weltkirche zu sein. Doch heute, über 2000 Jahre später zeigt sich doch, dass Weltkirche wirklich ein großes Ziel ist. Zu groß?

Wir sind so vernetzt wie nie zuvor, wir erfahren in Windeseile Dinge von der anderen Seite der Erde, was wir uns niemals hätten vorstellen können.

Und doch macht es aber auch deutlich wie groß die Unterschiede zwischen den Völkern sind und welche Bedürfnisse die Menschen in den einzelnen Regionen haben. Man kann das nicht alles mit einer Sicht auf einen Nenner bringen. Gottes Kirche heute ist vielfältig, bunt und total verschieden.

Und genau dafür steht der Heilige Geist: für Vielfalt und Offenheit!

Es gibt für alle Platz in dieser Kirche, davon bin ich zutiefst überzeugt. Und darum ist es an uns, diesen Platz deutlich zu machen und die Vielfalt der Menschen einzuladen und sie willkommen zu heißen.

Pfingsten ist das Fest, diesen Umstand deutlich zu benennen und unserer Freude darüber Ausdruck zu verleihen, dass unser Glaube dieses in sich birgt.

Auch wenn Sie an Pfingsten unterwegs sein sollten, weil es wieder möglich ist, denken Sie daran, wir sind als große Gemeinschaft unterwegs zu Hause oder am Urlaubsort und uns verbindet dieser Gott, der jeden einzelnen liebt und so akzeptiert wie er ist. Warum schaffen wir das nicht? So schwer kann das doch gar nicht sein.

In diesem Sinne Frohe Pfingsten sagt

Heinz Balke, Krankenhausseelsorger im St. Bernhard-Hospital

Auszug aus dem Wochenbrief Nr. 17

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