Liebe Gemeinde,
in den letzten Tagen reden wir in der Familie oft über unsere Lieben, die Verstorbenen.
Weißt du noch, wie Opa mit dem Sprinter auf den Hof gefahren ist und wir dachten gleich springt ein Hund heraus? Weißt du noch, wie wir Zoo gespielt haben und Oma uns die Rosinen als Leckerli gegeben hat?
In unserer Erinnerung halten wir die Bilder mit unseren Lieben lebendig. Das schafft eine Verbindung zu ihnen.
Die erste Trauer um verstorbene Familienangehörige, Freunde, Bekannte weicht in ihrem ganz eigenen Tempo den Erinnerungen. Mit diesen geht auch oft die Hoffnung/ unser Glaube einher, dass sie und irgendwann auch wir nicht ewig im Tod verharren, sondern mit Christus auferstehen zu einem neuen Leben bei Gott.
“Ich bin die Auferstehung und das Leben; wer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er stirbt, und jeder, der lebt und an mich glaubt, wird in Ewigkeit nicht sterben.” Diese Worte Jesu aus dem Johannesevangelium können, ja sie sollen uns allen als Richtschnur dienen. Sie sollen uns aufrichten, uns Hoffnung schenken.
Auch wenn wir die Tragweite dieser Worte nicht fassen können, so bilden sie doch die Grundlage unserer Zuversicht. Sie sollen uns helfen die Trauer über unsere Verstorbenen leichter zu ertragen und schenken uns selbst Zuversicht.
Gebet
Barmherziger Gott!
Wir wissen, dass zu unserem Leben auch das Sterben gehört.
Schritt für Schritt gehen wir unserem eigenen Tod entgegen.
Wir trauern um viele unserer Angehörigen, Freunde und Bekannten,
wir beten für sie und hoffen auf dein Erbarmen.
Denn du bist ein Gott der Lebenden, nicht der Toten.
Durch deinen Sohn hast du den Tod endgültig überwunden,
endgültig besiegt.
Wir bitten dich:
Führe unsere Verstorbenen und einmal auch uns selbst
zum ewigen Leben bei dir.
Darum bitten wir durch Christus, unseren Freund und Bruder. Amen.
Krankenhausseelsorgerin Anne Goertz
Auszug aus dem Wochenbrief Nr. 45.2026