Aus dem Schlamm entsteht ein Färbergarten

Zahlreiche Kräfte bündeln soziales Engagement und trotzen dem Regen

Ein Hauch von Aufregung und Vorfreude lag in der Luft, als die 72-Stunden-Aktion in Kamp-Lintfort mit einem fulminanten Startschuss eingeläutet wurde. Die Aktionsgruppe St. Josef erfuhr erst um 17:07 Uhr von ihrem Projekt für die kommenden 72 Stunden. In einer kleinen Zeremonie öffnete Bürgermeister Prof. Dr. Landscheidt den Aktionsumschlag und verkündete den Teilnehmenden das Projekt.

Die 72-Stunden-Aktion wurde zu einem Schaufenster für das immense Potenzial junger Menschen, die ehrenamtlich und gemeinschaftlich Projekte realisieren, die ihr direktes Umfeld nachhaltig bereichern. So nahmen 105 Kinder-und Jugendliche teil, um die Welt um sie herum ein kleines Stückchen besser zu machen. Mit tatkäftiger Zusammenarbeit und unter der außergewöhnlichen Anleitung echter Profis. So unterstützten die Kamp-Lintforter Unternehmen Brandt, Flaschka und Joosten die Teilnehmenden und trugen maßgeblich zum Erfolg des Projektes bei!

Ein leeres Stück Land zwischen der neuen Mensa der Ernst-Reuter-Schule und der Kreuzung von Mittelstraße und Eyller Straße hat sich in 72 Stunden in einen Garten verwandelt. Es entstanden Beete mit Färbepflanzen, umgeben von Klanginstrumenten und Sitzbänken. Alles fand Platz auf dem neugepflanzten Rasen und wird umrundet von der ebenfalls neuangelegten Hecke. Ein Sonnensegel über weiteren Sitzmöglichkeiten aus Stein bietet künftig Schutz für Schüler.

Eingereicht hatten das ehrgeizigen Projekt Silke Roth, Leiterin der Ernst-Reuter-Schule, und Martin Richardt, Landschaftsplaner und Vater von zwei Kindern, die diese Schule besuchen. Gemeinsam gründeten sie die Initiative “Fit für die Zukunft”, um den Schulhof und Außenbereich für kommende Generationen zu gestalten.

Die Ernst-Reuter-Schule bewarb sich im Dezember 2023 für die 72-Stunden-Aktion, die alle paar Jahre vom Bund Deutscher Katholischer Jugend organisiert wird. In diesem Jahr waren 186 Projekte im NRW-Teil der Diözese und etwa 20 im Oldenburger Teil geplant.

Über 250 Jugendliche und Erwachsene Kamp-Lintforter haben sich bereit erklärt, innerhalb von 72 Stunden diesen Kunst- und Musikgarten auf einer Fläche von 650 Quadratmetern zu realisieren. Weihbischof Rolf Lohmann ermutigte die Aktiven mit den Worten: “Gottes Segen für dieses Projekt. Es zeigt, wie lebendig die Jugendarbeit in Kamp-Lintfort ist.”

Am Sonntag wurde das abgeschlossene Projekt mit einem Wortgottesdienst unter Leitung Pastoralreferent Klaus Bruns, musikalisch unterstützt von der ALICE Band, und einem anschließenden Fest gefeiert. Damit war alles bereitet, damit die Schirmherren Bürgermeister Christoph Landscheidt und Landtagsabgeordneter René Schneider das Gelände offiziell eröffnen konnten. Den vielen helfenden Händen, so dem Orgateam der Pfr. St. Josef, dem Team der KOT, welches kleinere Projekte am Standort Sudermannstraße verwirklichte, den zahlreichen Teilnehmenden, dem Team aus Lehrern und Schülern, der Europaschule und den genannten Kräften sowie Sponsoren kann nicht genug gedankt werden. Durch sie wurde das soziale Engagement erst sichtbar!

 

Herzliches Dankeschön an Stefan Büschken für die tollen Bilder!

Seelsorgetelefon

Seelsorgetelefon der Gemeinde

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