Evangelium: Der Weg, die Wahrheit und das Leben (Joh 14,1–12)
Thema: „Euer Herz lasse sich nicht verwirren“ – Gott hat ein Zimmer für dich frei
Liebe Geschwister im Glauben,
die Abschiedsreden Jesu. Er geht weg, und die Jünger haben Panik.
„Wo gehst du hin? Wie kommen wir da hin?“ Thomas (da ist er wieder!) stellt die Frage, die wir alle haben: „Herr, wir wissen nicht einmal den Weg!“
Jesus antwortet mit einem der gewaltigsten Sätze der Welt: „Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben.“
- Kein Navi, sondern eine Person Wir suchen oft nach einer Landkarte für unser Leben. Wir wollen wissen: Was passiert in fünf Jahren? Was ist richtig? Jesus gibt uns keine Landkarte, er gibt uns eine Hand. Er sagt: „Der Weg ist kein Pfad aus Stein, der Weg bin ICH. Bleib bei mir, dann bist du auf dem richtigen Weg, egal wie steinig es wird.“
- Das Haus mit den vielen Wohnungen „Im Haus meines Vaters gibt es viele Wohnungen.“ Das ist die ultimative Zusage gegen die Obdachlosigkeit der Seele. Bei Gott ist Platz für dich. Du musst dir deinen Platz nicht erkämpfen. Er ist schon reserviert. Das ist das Gold in unserem Kintsugi-Leben: Wir wissen, wo wir am Ende hingehören.
Ein Gedanke für die Woche: Lass dich nicht verwirren von den Wirren der Welt. Du hast ein Ziel, und du hast einen Begleiter. Vertraue darauf, dass das Zimmer für dich schon gelüftet ist.
Wir nähern uns nun dem großen Finale der Osterzeit. Jesus bereitet seine Freunde darauf vor, dass er nicht mehr physisch bei ihnen sein wird – aber er verspricht ihnen ein Upgrade: Den Heiligen Geist.
Klaus Bruns, Pastoralreferent
Auszug aus dem Wochenbrief Nr. 18.2026