Liebe Geschwister im Glauben.
Der vierte Advent klopft an die Tür und fragt leise: „Na, schon bereit für Weihnachten?“
Und während wir überlegen, ob wir zuerst die Lichterkette entwirren oder doch lieber den Keksberg bezwingen, erinnert uns dieser Tag daran, dass Vorfreude nicht perfekt sein muss.
Vielleicht sind die Plätzchen etwas dunkel geraten, vielleicht brennt die dritte Kerze schon kürzer als die anderen, vielleicht ist die To-do-Liste länger als das Wochenende – und trotzdem leuchtet heute ein Licht mehr.
Das vierte Adventslicht sagt:
Hoffnung wächst nicht, wenn alles glattläuft, sondern wenn wir trotz Chaos, Müdigkeit und Kekskrümeln weiter ein Licht entzünden. Ein Licht sind. Für uns und andere.
Uns dankbar zeigen, für das was wir haben, statt mit dem Finger auf das zu zeigen, was wir wollen oder anderen unserer Meinung nach fehlt.
Möge dieses zusätzliche Licht uns daran erinnern, dass Frieden manchmal in kleinen Momenten entsteht – in einem tiefen Atemzug, einem Lächeln, einem Funken Vertrauen, dass es gut werden kann.
Und falls heute wieder irgendetwas schiefgeht: kein Problem.
Es ist Advent – kein Perfektionswettbewerb.
Einen unperfekten, menschlichen vierten Advent und ein schönes Weihnachtsfest.
Klaus Bruns, Pastoralreferent
Auszug aus dem Wochenbrief Nr. 52.2025