Im guten Streit

Liebe Gemeinde!

An diesem Wochenende gedenkt die Kirche der Apostel Petrus und Paulus.

Vermutlich hätten sie nie gedacht einmal einen gemeinsamen Gedenktag zu bekommen, denn die beiden waren wie Feuer und Wasser, wie Tag und Nacht.

Petrus ist galiläischer Fischer und hat drei Jahre lang mit Jesus gemeinsam sein Leben verbracht.

Paulus, der römische Jude, hat die Anhänger Jesu zunächst scharf verfolgt, und fand nur durch ein Wunder zu Jesus. Jesus ist ihre Verbindung, wenngleich sie sehr unterschiedlich ans Werk gehen.  Petrus ist seiner jüdischen Tradition und den entsprechenden Geboten verhaftet, Paulus denkt missionarischer und will den Glauben an Jesus auch für Nicht-Juden öffnen, Griechen und Römer zum Beispiel, und in diesem Zusammenhang für die Nicht-Juden auch einige der jüdischen Gebote aufheben.

Die beiden, die dasselbe Ziel völlig unterschiedlich erreichen wollen, erinnern mich an Vieles, das in unserer Welt geschieht. Wir erleben, dass die Vorstellung davon, was das Beste für uns alle ist, und wie es zu erreichen wäre, manchmal Familien, Gemeinschaften oder ganze Länder spaltet. Die Konsequenzen dessen haben wir oft bereits am eigenen Leib erlebt, oder wir verfolgen es in den Nachrichten.

Was haben die Apostel gemacht, damit es nicht zur Spaltung kommt? Sie haben geredet.

Es gab ein Apostelkonzil, in dem die Ideen gehört und erwogen wurden, in dem gebetet wurde – und am Ende wurden Regeln festgelegt, die nicht einheitlich waren, je nachdem, was die Apostel für ihre jeweilige Zuhörerschaft brauchten.

Der Weg wurde dem Ziel angepasst, damit möglichst viele Menschen den Weg zu Jesus finden können.

Ich wünsche mir: Möge uns alle das Fest von Peter und Paul lehren und anregen, ihrem Beispiel zu folgen. Miteinander reden und überlegen, und so, im „guten Streit“ gute und passende Lösungen für alle finden!

Stephanie Dormann, Pastoralreferentin

Auszug aus dem Wochenbrief Nr. 27

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