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Ökumenischer Pfingstgottesdienst: Starkes Zeichen der Einheit

Über 300 Menschen feiern christliche Vielfalt in Kamp-Lintfort

Am Pfingstmontag fand auf der malerischen Wiese vor dem Kloster Kamp in Kamp-Lintfort ein besonderer ökumenischer Gottesdienst statt. Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand die Gründung der Ortsarbeitsgemeinschaft der christlichen Kirchen (ACK), ein bedeutender Schritt hin zur Verdeutlichung vertiefter Zusammenarbeit und Einheit der verschiedenen christlichen Konfessionen vor Ort.

Der Gottesdienst begann unter strahlendem Himmel. Musikalisch begleitet vom Posaunenchor Hoerstgen und Solist Bernd Gröber und beginnend mit der Begrüßung durch Marcus Bastek von der Friedenskirche, war alles bereitet, ein schönes Fest der Kirchgründung zu feiern. In der einführenden Predigt von Pfarrer Hartmann aus der evangelischen Kirchengemeinde verglich er die Ökumene mit einem Regenbogen, bei dem das Licht sich in unterschiedliche Farben aufteilt. „Diese Farbenvielfalt ist Gottes Plan“, betonte Hartmann. „In der gelebten Ökumene wollen wir dieser Vielfalt gerecht werden.“ In drei Verkündigungsteilen wurden konkrete Beispiele der Ökumene vor Ort hervorgehoben. Pastoralreferent Klaus Bruns aus der katholischen Gemeinde St. Josef sprach über die konkreten Kooperationen vor Ort, so den Theologenkreis, die Landesgartenschau (LAGA) und das gemeinsame Engagement gegen Hass und Hetze. Besonders hob er die 72-Stunden-Aktion hervor, bei der Jugendliche aus verschiedenen Gemeinden gemeinsam soziale Projekte realisierten. „Diese Aktionen sind lebendige Beispiele dafür, wie wir nicht nur für Christinnen und Christen, sondern von Innen heraus durch Christus für andere handeln können“, sagte Bruns.

Pfarrer Andreas Schlüter aus der Freien evangelische Gemeinde in Hoerstgen ergänzte dies mit Beispielen aus dem Dorfcafé und neuen Wohnformen im Alter, die durch ökumenische Initiativen entstanden sind. Auch er würdigte die 72-Stunden-Aktion, dankte dort für die Zusammenarbeit mit der katholischen Gemeinde und stellte die Wichtigkeit gemeinsamer Projekte heraus.

Der Höhepunkt des Gottesdienstes war die symbolische Gründung der Orts-ACK. Vertreter jeder beteiligten Gemeinde traten nach vorn und vervollständigten einen halbgrauen Regenbogen mit Farben aus Sprühdosen, die jeweils eine Farbe beisteuerten. Diese symbolische Handlung wurde von Stefan Maser aus der evangelischen Kirchengemeinde Hoerstgen eingeleitet und erklärt, während die musikalische Untermalung für eine feierliche Stimmung sorgte.

Während des Gottesdienstes wurden Fürbitten von Elke Mannek aus der Neuapostolischen Gemeinde, Stefan Maser und Marcus Bastek vorgetragen. Die Besucher hatten die Möglichkeit, ihre Gebetsanliegen auf Karten zu schreiben, die eingesammelt und in die Fürbitten einbezogen wurden. MB betete für die Stadt und das Zusammenleben, EM für das Land und die Gesellschaft, und SM für die Welt und die weltweite Ökumene.

Nach dem offiziellen Teil waren alle Teilnehmer zu einem gemeinsamen Picknick eingeladen. Das gemeinsam gesprochene Segensgebet zum Abschluss unterstrich noch einmal die Bedeutung dieses Tages und das gemeinsame Anliegen, in der Vielfalt der christlichen Kirchen eine Einheit zu finden. Der ökumenische Pfingstmontagsgottesdienst war durch fünf teilnehmende Gemeinden und die Gründung der Orts-ACK in Kamp-Lintfort ein starkes Zeichen der Einheit und des gemeinsamen Glaubens, das sicherlich noch lange nachwirken wird. Großer Dank gilt den vielen Beteiligten Helfern, vom Aufbau, über Technik und Musik wie Abbau, ohne die das Fest nicht möglich gewesen wäre.

Seelsorgetelefon

Durch ein unvorhersehbares erschütterndes Erlebnis werden Menschen aus ihrer normalen Lebenswelt herausgerissen. Die Notfallseelsorge St. Josef ist hier eine Unterstützung für Menschen in akuten Notsituationen. Dieses Angebot steht allen Hilfe Suchenden kostenfrei zur Verfügung.

oder unter 02842 7080​

Sie erreichen die Pforte des St. Bernhard-Hospitals, die Sie an den zuständigen Seelsorger weiterleitet.