Liebe Schwestern und Brüder,
„Kommt alle zu mir, die ihr euch plagt und schwere Lasten zu tragen habt. Ich werde euch Ruhe verschaffen.“ (Mt 11,28)
Diese Worte Jesu sind eine Einladung, die uns mitten in unserem Alltag erreicht. Viele Menschen tragen schwere Lasten: Sorgen um die Familie, gesundheitliche Beschwerden, Einsamkeit, Unsicherheit oder die vielen Anforderungen des täglichen Lebens. Manches belastet uns mehr, als andere ahnen.
Jesus verspricht uns kein Leben ohne Schwierigkeiten. Aber er verspricht uns seine Nähe. Er lädt uns ein, unsere Lasten nicht allein zu tragen. Wer sich ihm anvertraut, findet Ruhe für die Seele und neue Kraft für den nächsten Schritt.
Gerade in einer Zeit, in der vieles schnell und laut geworden ist, brauchen wir Orte der Stille und der Begegnung mit Gott. In der Feier der Eucharistie, im persönlichen Gebet und in der Gemeinschaft der Kirche schenkt uns Christus immer wieder seine Gegenwart.
Vielleicht können wir in dieser Woche ganz bewusst einen kleinen Schritt gehen:
• den Tag mit einem Kreuzzeichen und einem kurzen Gebet beginnen;
• eine Kerze anzünden und Gott eine Sorge anvertrauen;
• einige Minuten in der Stille verweilen;
• einen kranken oder einsamen Menschen besuchen oder anrufen;
• am Sonntag die Heilige Messe mitfeiern und daraus Kraft schöpfen.
Jesus sagt nicht: „Schafft alles allein!“ Er sagt: „Kommt zu mir!“ Seine Liebe trägt uns, auch wenn unsere Kräfte begrenzt sind. Vertrauen wir darauf: Der Herr geht mit uns. In seiner Nähe finden wir Frieden, Trost und die Hoffnung, die unser Leben trägt.
Herzlich,
Ihr Pastor
Pater Prakash Francis
Auszug aus dem Kirchenzeitung Nr. 34.2026