Hilfen & Angebote der Caritas St. Josef

Manchmal braucht es ganz praktische Unterstützung, manchmal einen Ort der Begegnung, manchmal einfach ein offenes Ohr. Mit den vielfältigen Hilfs- und Unterstützungsangeboten der Caritas in St. Josef möchten wir Menschen in unterschiedlichen Lebenssituationen begleiten und stärken. Unsere Angebote richten sich an alle, die Unterstützung suchen, Gemeinschaft erleben möchten oder auf unkomplizierte Hilfe im Alltag angewiesen sind. So wird Nächstenliebe ganz konkret – mitten in Kamp-Lintfort.

Warme Mahlzeit

Sonntag – Tag des Herrn – für die meisten arbeitsfrei – Zeit für Hobbies, Muße und besondere Aktivitäten. Der Sonntag ist ein besonderer Tag. Das sollen auch die erfahren dürfen, die ansonsten immer vom Minimum leben, die sich eine warme Mahlzeit von ihrem kläglichen Einkommen absparen müssen. Daher bieten wir jeden Sonntag in der Zeit von 12:00 bis 13:30 Uhr für Bedürftige im Josef-Jeurgens-Haus eine ‚Warme Mahlzeit‘ an. Es gibt ein schlichtes, aber schmackhaftes und vor allem warmes Essen zum Mitnehmen oder zum Verzehr vor Ort. Eine Getränkepackung rundet die Mahlzeit ab. Das Essen wird dabei in Einzelportionen verpackt und vom St. Hedwig-Haus geliefert. Und natürlich gibt es an den großen Festtagen – Weihnachten, Ostern und Pfingsten – ein besonderes Essen: Knödel und Sauerbraten, Hähnchenragout oder auch mal Hirschgulasch. 

Ein Team von 12 bis 15 Ehrenamtlichen im Alter von 17 bis 75 Jahren engagiert sich regelmäßig bei der Ausgabe. Jeweils 2 oder 3 Helfer*innen sind sonntags vor Ort, geben das Essen aus und stehen dabei auch gerne für ein Gespräch zur Verfügung.

Zwischen 30 und 40 Menschen aus Kamp-Lintfort nutzen dieses Angebot regelmäßig oder hin und wieder. Für einige von ihnen ist die Warme Mahlzeit inzwischen zu einem wichtigen Ankerpunkt in ihrem Leben, zu einer vertrauten Tischgemeinschaft, geworden, denn hier ist immer gewährleistet, dass keiner den Sonntag alleine verbringen muss.

Die ‚Warme Mahlzeit‘ finanziert sich ausschließlich durch Spenden. Vielen Menschen in Kamp-Lintfort ist dieses Projekt inzwischen zu einem Herzensanliegen geworden, sehen sie doch, dass hier die Hilfe unmittelbar ankommt. Für Spenden an die Warme Mahlzeit über unseren Caritas-Sozialfonds (siehe unten) sind wir sehr dankbar, so können wir gewährleisten, dass auch weiterhin bedürftige Menschen in Kamp-Lintfort am Sonntag ein warmes Essen bekommen.

Gib & Nimm Box für Lebensmittel

Keine Lust mehr auf Spekulatius im Januar und Nougateier im Mai? Oder die Eintopfkonserve war ein Fehlkauf? Macht nichts, denn mit unserer „Gib & Nimm Box“ haben Sie die Gelegenheit, mit Ihren Lebensmitteln, die im Schrank unbeachtet ihrem Ablaufdatum entgegensiechen, etwas Gutes zu tun. Hinten in der St. Josef Kirche finden Sie diese Box, in die Sie die Konserven, Nudeln oder Packungen hineinlegen können. Die können dann entnommen werden von Bedürftigen, für die das Geld oft vor allem zum Ende des Monats hin knapp wird und die so vielleicht ein wenig Erleichterung in der Haushaltskasse spüren können. Es wird nicht geprüft, wer etwas entnehmen darf, Sie wissen selber am besten, ob Sie etwas brauchen oder nicht.

Wichtig ist, dass einige Regeln eingehalten werden:

  • Bitte geben Sie nur haltbare Lebensmittel in die Box, deren Mindesthaltbarkeitsdatum noch nicht erreicht ist. Und keine Produkte, die im Kühlschrank gelagert werden müssen.
  • Bitte keine angebrochenen Packungen hineinlegen
  • Und: bitte entnehmen Sie nicht mehr als maximal drei Teile pro Woche aus der Box. Denken Sie auch an andere Menschen, die sich ebenfalls über die Lebensmittelspenden freuen.

Gemeinsam gegen Einsam

Eine kleine Gruppe freiwillig Engagierter bildet die Kamp-Lintforter Ortsgruppe „Gemeinsam gegen Einsam“. Sie besuchen einsame oder von Einsamkeit bedrohte sowie pflegebedürftige Menschen, um ihnen Zeit, Gespräche und Zuwendung zu schenken. Diese Initiative ist im Jahr 2020 als Ausbildungsprojekt des katholischen Bildungsforums im Kreisdekanat Wesel und der Pfarreien der Dekanate Moers und Xanten gestartet.

Die Menschen, die sich im Besuchsdienst engagieren, leisten einen „seelsorglichen Dienst“ – einen Dienst, der der Seele gut tut –, indem sie ihre Talente und ihre Glaubensfreude ganz konkret einsetzen, vor allem bei alten, allein lebenden und pflegebedürftigen Menschen.

Rikscha Projekt

Unter dem Logo der Young Caritas firmiert sich auch das Rikscha-Projekt, das durch die auffälligen roten Rikschas in der Stadt viel Aufmerksamkeit auf sich zieht. Die Grundidee ist: junge Leute ermöglichen alten, nicht mehr mobilen Menschen eine Fahrradtour durch die Stadt und das Umland. Inzwischen sind es aber über 50 Leute jeden Alters, darunter viele Mitarbeitende der Seniorenhäuser, die den sogenannten  Rikschaführerschein gemacht haben und in der Lage sind, Seniorinnen und Senioren eine besondere Auszeit zu gewähren…

Wundern Sie sich nicht, wenn Ihnen auf den Rikschas, das ja ein Young Caritas Projekt ist, durchaus auch etwas ältere Fahrer*innen begegnen, so um die 70. Sie wissen ja, Fahrradfahren hält jung und sich für andere einzusetzen ebenso. Die Verantwortlichen würden sich aber auch sehr über mehr jüngere Leute freuen, die Zeit und Lust haben, nach einer kurzen Schulung als Rikschafahrer*in mitzumachen.

Hier finden Sie aktuelle Infos zum Rikscha-Projekt.

Quartiersprojekt Rossenray

Bis zum Herbst 2025 lief das Quartiersprojekt Rossenray, ein Projekt des Caritasverbandes Moers-Xanten e.V. in Zusammenarbeit mit der Stadt Kamp-Lintfort und der Katholischen Kirchengemeinde St. Josef Kamp-Lintfort. Das Projekt wurde zeitlich begrenzt gefördert durch die Deutsche Fernsehlotterie. Ziel dieses Projektes war es, das Leben in der Nachbarschaft lebenswerter zu gestalten und Menschen miteinander zu vernetzen.

Aus dem Quartiersprojekt sind folgende regelmäßige Angebote entstanden:  

  • Bummel durchs Quartier Jeden 3. Mittwoch im Monat ab 15 Uhr
    Gemeinsam in Bewegung mit immer neuen Zielen im Quartier und der näheren Umgebung, organisiert durch Ehrenamtliche. Für Auskünfte steht Frau Imke Schorn vom Caritasverband zur Verfügung (Imke.Schorn@caritas-moers-xanten.de)

 

  • Smartphone-Sprechstunde
    Jeden 2. und 4. Dienstag von 10 Uhr bis 12 Uhr in der Mediathek Kamp-Lintfort. Auch Hilfen im Umgang mit der Navigationsapp Komoot werden vermittelt.

 

Caritas-Sozialfonds

Lebenssituationen hilfebedürftiger Menschen in den Blick nehmen.

Es gibt Menschen, die sich in besonderen Notlagen befinden, die neben Zuwendung und Beratung auch auf materielle und finanzielle Hilfen angewiesen sind. Mit den finanziellen Mitteln aus unserem Caritas-Sozialfonds werden Hilfs-Projekte und Einzelfallhilfen gefördert. Grundsätzlich wird Hilfe jeder Person aus Kamp-Lintfort gewährt, unabhängig von Nationalität und Konfession. Neben den Einzelfallhilfen werden vor allem caritative Projekte gefördert, die einen innovativen, präventiven und nachhaltigen Charakter haben.

Caritatives Engagement benötigt aber auch ausreichende finanzielle Mittel! Hierzu wurde der Caritas-Sozialfonds St. Josef im Jahr 2011 eingerichtet. Informationen über die Verwendung der Mittel finden Sie hier (Link s.o. „Positionspapier des Sachausschuss Caritas & Soziales der Kirchengemeinde St. Josef Kamp-Lintfort“ vom 23.8.2023 (Papier hier mit Link hinterlegen)

Einnahmen für den Caritas-Sozialfonds-St. Josef generieren sich aus Spenden, Kollekten und Erlösen von veranstalteten Festen und besonderen Aktionen.

Wenn Sie das Engagement der Caritas St. Josef unterstützen möchten, freuen wir uns über Ihre Spende auf das folgende Konto:

Kath. Kirchengemeinde St. Josef Caritasfonds  

IBAN                    DE03 3505 0000 0760 1377 86

BIC                       DUISDE33XXX

Schon jetzt ganz herzlichen Dank für Ihre Unterstützung und Hilfe!

Ehrenamtliches Engagement - Für gesellschaftlichen Zusammenhalt

Viele Menschen engagieren sich ehrenamtlich, setzen sich ein für das Gemeinwohl und bewirken Großartiges für den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Gerade die Auswirkungen der Corona-Pandemie haben gezeigt, wie Gruppen, Nachbarn und Einzelne sich um ihre Mitmenschen gekümmert haben. Ehrenamtliches, freiwilliges und soziales Engagement sind aufgrund der demographischen Entwicklungen für unsere Gesellschaft von immer größerer Bedeutung.

In Kirche und Caritas hat ehrenamtliches Wirken eine lange Tradition. Zahlreiche Angebote wären ohne ehrenamtliches und freiwilliges Engagement kaum möglich. Es sind die unterschiedlichen Charismen und Fähigkeiten, die Ehrenamtliche einbringen; ihre Begabungen, Kenntnisse und Fertigkeiten – und ihre geschenkte Zeit.

Mit ihrem Engagement sind Ehrenamtliche Zeitspender*innen, Unterstützer*innen, Mutmacher*innen und nahe bei den Menschen. Dabei stellen sie oftmals fest, dass ihr Einsatz keine Einbahnstraße ist, wo Einer nur gibt und der andere nimmt. Helfen ist eine „Win-Win-Situation“! Wer Zeit schenkt, bekommt auch viel zurück: z.B. das Gefühl, etwas Sinnvolles zu tun, gebraucht zu werden, neue Kontakte, Wertschätzung und Anerkennung. Ehrenamtlich Tätige entscheiden selber, wofür, wie oft und wie lange sie tätig sein möchten – das macht zufrieden.

In unseren vielfältigen Einsatzfeldern bieten sich viele Möglichkeiten für ehrenamtliches Engagement: z.B.  durch ihre Mitarbeit im cari-treff, etwa im Second-Hand-Shop „Jacke wie Hose“, im Sprachcafé oder im Reparaturcafé. Oder bei der sonntäglichen „Warmen Mahlzeit“ im Josef-Jeurgens-Haus. Es gibt weitere Möglichkeiten, sich in den Einrichtungen der Caritas und in der Kirchengemeinde St.Josef zu engagieren, sprechen Sie uns gerne an.

Wir lassen Sie als Ehrenamtliche nicht allein. In allen Einsatzbereichen begleiten wir Sie in regelmäßigen Treffen und geben Gelegenheit zum Austausch. Der Caritasverband bietet zudem viele interessante und hilfreiche Angebote, in denen Sie sich als Ehrenamtliche*r fortbilden oder etwas für sich selbst tun können. Das aktuelle Angebotsheft finden Sie hier.

Seelsorgetelefon

Seelsorgetelefon der Gemeinde

Manchmal geraten Menschen durch ein unerwartetes Ereignis aus dem Gleichgewicht. Die Notfallseelsorge St. Josef ist in solchen Momenten für Sie da und bietet Begleitung in akuten Krisensituationen – vertraulich und kostenfrei. Sie erreichen die Pforte des St. Bernhard-Hospitals, die Sie an den zuständigen Seelsorger weiterleitet.

oder unter 02842 7080​

TelefonSeelsorge – Hilfe, die immer erreichbar ist

Wenn Sie sofort ein Gespräch brauchen oder einen neutralen Ansprechpartner wünschen, können Sie sich rund um die Uhr an die TelefonSeelsorge wenden. Anonym, kostenlos und bundesweit erreichbar.

oder unter 116 123

Wonach suchen Sie?