Liebe Gemeinde!
Meistens haben wir Erwartungen und Hoffnungen für das, was sich wie ein kleiner Neuanfang anfühlt: Neue Chancen oder die Chance, Dinge anders oder besser zu machen.
Vielleicht blickt aber der eine oder die andere auch mit Sorge auf das neue Jahr. Und so ist es mutmachend, was uns das Evangelium zum Jahresanfang sagt:
Am Anfang war das Wort. Und das Wort war bei Gott
und das Wort war Gott… Und das Wort ist Fleisch geworden.
Gottes Wort ist immer ein Wort der Ermutigung, der Hoffnung, der Liebe. Und es wurde in Jesus Christus als Mensch geboren, so dass wir diese Ermutigung, die Hoffnung und die Liebe mit einem Gesicht und mit Lebensgeschichten verbinden, die uns helfen können, mit Zuversicht auch auf die Herausforderungen zu schauen,
die das Jahr für uns bereithalten mag.
Vielleicht könnten uns die Worte Jesu in diesem neuen Jahr besonders leiten und stärken. Zum Beispiel, wenn wir uns fragen, ob wir etwas „richtig“ machen, uns stattdessen fragen, wie wir etwas mit der meisten Liebe tun können.
Dass wir uns ganz neu vor Augen halten, dass wir Jesus im Nächsten begegnen können und da besonders in denen, die ein schweres Leben haben, die Hilfe brauchen.
Das Wort vom Wort, das der Anfang war, ist der Beginn des Johannesevangeliums. Dem möchte ich den Schluss des Matthäusevangeliums zu Seite stellen, wenn Jesus direkt vor seiner Himmelfahrt verspricht: „Siehe, ich bin bei Euch alle Tage, bis an das Ende der Welt.“
Zwischen jenem Anfang und diesem Ende liegt das neue Jahr, stehen wir.
Mögen Sie sich bei allem, was das Jahr bereithalten mag, von Gott getragen fühlen. Dass Sie durch das Vertrauen auf Gott, auf Jesus, ermutigt und hoffnungsvoll die Herausforderungen der Zukunft meistern können. Dass Ihnen die Liebe Gottes in allen Höhen und Tiefen des kommenden Jahres Halt und Geborgenheit sein möge.
Ein gesegnetes neues Jahr wünscht
Stephanie Dormann (Pastoralreferentin)
Auszug aus dem Wochenbrief Nr. 02.2026