Liebe Gemeinde.
Als neuer Priester in St. Josef Kamp – Lintfort schreibe ich nun zum ersten Mal das Wort für unser Wochenblatt,
als neuer „Alter“, wie ich mich gerne vorstelle, denn ich komme als Pfarrer emeritus, das heißt im Ruhestand, der jedoch zu einem Mittun in der Wohnpfarrei verpflichtet. Ich bin nach Kamp–Lintfort gekommen, weil hier eine gute Caritasarbeit geleistet wird mit vielen, vielen Angeboten. Geleitet hat mich dazu ein Wort des verstorbenen Bischofs von Limburg, Franz Kamphaus, der mein Predigtlehrer war bis 1982. Er sagt zum Stellenwert der Caritas in der Pfarrei: „Das Schicksal der Kirchen wird in der kommenden Zeit nicht von dem anhängen, was ihre Prälaten und ihre führenden Instanzen an Klugheit, Gescheitheit, politische Fähigkeiten usw. aufbringen. Auch nicht von den Positionen, die sich Menschen aus ihrer Mitte erringen konnten. Das alles ist überholt.
Es wird ankommen auf die Rückkehr der Kirchen in die „Diakonie“: in den Dienst der Menschheit. Und zwar in einem Dienst, den die Not der Menschheit bestimmt,
Der Menschensohn ist nicht gekommen, sich bedienen zu lassen, sondern zu dienen. (Mk 10, 45). Deshalb freue ich mich, in diesen Dienst in Kamp – Lintfort einsteigen zu können in der Diakonie (Caritas – Nächstenliebe), natürlich auch in der Liturgie, im Zeugnisgeben vom Evangelium und in der Gemeinschaft untereinander.
Theodor Prießen, Pfarrer em.
Auszug aus dem Wochenbrief Nr. 09.2026