Liebe Gemeinde!
Das Sonntagsevangelium dieser Woche ist eines, das mir beim ersten Lesen immer ein wenig Angst macht.
„Ich bin gekommen, um Feuer auf die Erde zu werfen.
Wie froh wäre ich, es würde schon brennen! Meint ihr, ich sei gekommen, um Frieden auf der Erde zu bringen? Nein, sage ich euch, sondern Spaltung.“ (Lk 12, 49ff).
Feuer? Unfriede? Spaltung?
Das ist doch nicht das, was wir wollen oder was wir mit Jesus verbinden, oder?
Wenn ich voraussetze, dass Jesus Gutes für diese Welt will, dann muss an diesem Feuer, an dieser Spaltung etwas Gutes sein. Jesus muss uns von etwas trennen wollen, das schlecht für uns und die Welt ist.
Und dazu fällt mir tatsächlich einiges dazu:
Gier.
Gier, die dazu führt, dass einige (viel) zu viel von allem haben, während anderen das Nötigste fehlt.
Hass.
Hass, der macht, dass man nicht auf den anderen hört, dass man den anderen entmenschlicht, entwürdigt, entrechtet…
Die Liste ist so lang.
Und wie will uns Jesus von all dem trennen?
Sein Feuer, das glaube ich, ist die Liebe.
Liebe lässt uns teilen, vorurteilslos. Lässt uns helfen.
Liebe ist stärker als Hass, auch wenn es Mut kostet, sich dem Hass entgegenzustellen.
Liebe ist es, die uns helfen kann umzudenken, um unsere Schöpfung zu retten und zu erhalten.
Liebe also.
Reden wir nicht nur drüber.
Eine gute Woche wünscht
Stephanie Dormann
Auszug aus dem Wochenbrief Nr. 33/34