Gott ist im Alltag gegenwärtig

Liebe Schwestern und Brüder,

wenn wir auf unsere Stadt schauen, sehen wir Bewegung und Wandel.
Es gibt neue Projekte, Begegnungen und Diskussionen darüber, welche Werte unser Zusammenleben prägen sollen – etwa bei Veranstaltungen wie einem Ethik-Tag, der genau diese Fragen aufgreift. Gleichzeitig erleben wir Gemeinschaft bei Festen, Kultur und Angeboten für junge Menschen, die unsere Stadt lebendig machen.
Mitten in diese Wirklichkeit hinein spricht der Monat Mai – der Marienmonat – eine leise, aber kraftvolle Botschaft: Gott ist im Alltag gegenwärtig. Maria hat ihr „Ja“ nicht in einer perfekten Welt gesprochen, sondern in einer Zeit voller Unsicherheit. Und doch hat sie vertraut.
Auch wir stehen vor Fragen: Wie gestalten wir unser Miteinander?
Wie gehen wir mit Veränderungen um? Wo setzen wir unsere Hoffnung? Maria lädt uns ein, nicht nur auf äußere Entwicklungen zu schauen, sondern auf unser Herz.
Vielleicht beginnt es genau hier in Kamp-Lintfort: bei einem offenen Gespräch, bei Geduld im Alltag, bei der Bereitschaft zuzuhören. Unsere Stadt wächst nicht nur durch Bauprojekte oder Veranstaltungen, sondern durch Menschen, die füreinander da sind.
So wird der Glaube konkret. Nicht fern und abstrakt, sondern sichtbar im Alltag – auf unseren Straßen, in unseren Familien, in unseren Begegnungen.
Bitten wir Maria, dass sie uns begleitet. Dass sie uns hilft, Vertrauen zu wagen – gerade in einer Zeit des Wandels. Und dass wir, wie sie, den Mut finden, immer wieder neu „Ja“ zu sagen: zu Gott und zueinander.
So lade ich Sie ein: Gehen wir durch diesen Mai mit einem wachen Herzen. Suchen wir die Nähe Gottes im Alltag. Und lassen wir uns von Maria ermutigen, immer wieder neu Ja zu sagen – zu Gott und zueinander.
Amen.

Herzlich,
Ihr Pastor
Pater Prakash Francis

Prakash Francis

Auszug aus dem Wochenbrief Nr. 21.2026

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